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Letzte Änderung: 08.11.2006

Das DFKI Evaluationszentrum für sprachtechnologische Systeme

 

Tipps und Tricks für das mobile Eyetracking


 
 

 
 

Die folgenden Tipps und Tricks basieren auf unseren Erfahrungen mit dem mobilen Eyetracker ASL Modell 501.

Zum besseren Verständnis der Tipps und Tricks sehen Sie nachfolgend ein beschriftetes Bild der kopfmontierbaren Optik des mobilen Eyetrackers, den wir verwenden:

Kopfmontierbare Optik

  • Generell:
    • Optimierung der Kalibrierungsumgebung durch Minimierung von Umgebungslicht, um eine bessere Pupille und Reflexion der Hornhaut zu erreichen
  • Vorbereitung:
    • Einige Vorstudien mit verschiedenen Versuchspersonen durchführen, um herauszufinden
      • Welches die besten Lichtverhältnisse sind
      • Wie der Benutzers das mobile System am besten hält
      • Wie man den Benutzer während der Kalibrierung fixiert
    • Bei Studien über eine größe Zeitspanne hinweg Umgebung mindestens täglich überprüfen, da sich die Bedingungen in der Umgebung täglich ändern können
  • Kalibrierung:
    • Kalbrierungsfläche:
      • Neutral, spiegelfrei (z. B. Papier oder Pappe).
      • Sollte das primäre Blickfeld der Versuchsperson abdecken
      • Sollte etwas größer sein als die zu untersuchende Szene
      • Besteht aus neun festen Punkten, die den größten Teil des Bildes der Szenenkamera (scene camera, siehe Bild oben) abdecken
        • z.B.
          Kalibrierungsbildschirm
      • Die Kalibrierungsfläche sollte in einer ähnlichen Position wie die aktuelle Szene angeordnet werden, um eine genaue Kalibrierung zu erhalten
      • Schnelle Durchführung der Kalibrierung, da die Versuchsperson währenddessen ermüdet
        • Dadurch weniger wahrscheinlich, dass die Versuchsperson sich bewegt
      • Nach erfolgreicher Kalibrierung kann die Kalibrierungsfläche entfernt und/oder durch das zu untersuchende (mobile) System ersetzt werden
    • Verwendung von Flächen verschiedener Größen:
      • Gemäß der Größe des zu untersuchenden Systems
        • Wenn das System z. B. ein PocketPC ist, sollte die Kalibrierungsfläche etwas kleiner als ein A4-Blatt sein
    • Hocker:
      • Während der Kalibrierung sollte der Kopf/Körper der Versuchsperson so bewegungslos wie möglich sein
        • Versuchsperson kann auf einem Hocker (z. B. Bügelhilfe/Barhocker) sitzen
    • Kinnstütze:
      • Sehr wichtig, eine angemessene Methode für die vorübergehende Stabilisierung des Kopfes während der Kalibrierung zu finden; dadurch erhält man präzisere Daten.
        • Stabilisierung des Kopfes durch Benutzung einer Kinnstütze
          • Wir benutzen das Cheekrest der Firma ASL (rechte Seite)
    • Stativ:
      • Die Kinnstütze kann auf einem Stativ befestigt werden
      • Erleichtert es der Versuchsperson, still zu stehen, weil sie sich dran lehnen kann
  • Videoaufnahmen:
    • des Bildes der Szenenkamera und des Fadenkreuzes für spätere Auswertungen
      • Wir benutzen das USB TV Genie der Firma Camtel
    • Enkodier-Programm (z. B. avi2vcd), um die großen avi- in mpeg-Dateien zu konvertieren
  • Datenanalyse:
    • Ereignistabellen:
      • Für jedes Ereignis (s.u.) wird Start- und Endzeit in einer Tabelle festgehalten
        • Beispiel-Ereignistabelle (Klick auf das Bild vergrößert es)
          Ereignistabelle einer ereignisgesteuerten Person
      • Ein Ereignis ist eine Aktion, die der Benutzer ausführt
        • Z. B. Laufen oder Wieder Laufen, wenn die Versuchsperson vorher mit dem Laufen aufgehört hat
      • Diese Daten kann man benutzen, um PERT-Diagramme zu erstellen
    • PERT-Diagramme:
      • Program Evaluation Review Technique (PERT)-Diagramme oder Kritischer-Pfad-Diagramme
        • Beispiel-PERT-Diagramm (Klick auf das Bild vergrößert es)
          PERT-Diagramm "Die Herausforderung des Multaskings"